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Lugh und Loki: Zwei Luchse in der Schorfheide

18 Aug

Autor: admin - Kategorie: Aktuell, Nationalpark

Luchs in Wernigerode

Luchs in Wernigerode

Der Wildpark Schorfheide ist um eine Attraktion Reicher. Seit Anfang August beherbergt das Freigehege zwei Luchse. Die beiden Männchen wurden im Mai 2008 im Tierpark Wernigerode geboren und nun in den Wildpark überstellt. Das Gehege der Wildkatzen umfasst insgesamt 15.000 Quadratmeter und zählt damit zu den größten Luchsgehegen, zumindest in Deutschland. Um die finazierung der Anlage stämmen zu können hatte die Leitung des Wildparks einen Spendenaufruf gestartet. In der folge kam so viel Geld zusammen, dass das Gehege um einen Teich und einen Sonnenhügel erweitert werden konnte.

Noch scheint die Anlage für zwei Luchse überdimensioniert. Doch in naher Zukunft, so die Chefin des Wildparks Schorfheide Imke Heyer gegenüber der Presse, sollen bis zu sieben Luchse in dem Gehege ihr neues zuhause finden. In der Natur freilich, ist der Luchs in Deutschland kaum noch zu finden. Wie die PNN berichtet, leben lediglich im Bayrischen Wald und neuerdings auch im Harz wieder einige wenige Tiere. Neben dem Wolfsrudel ist der Wildpark mit den neuen Luchsen nun um eine weitere Attraktion reicher. Bereits jetzt besuchen ca. 100.000 Besucher den nördlich von Berlin gelegenen Park.

Aus der Pressemitteilung:
“Mit einer Körperlänge von einem Meter und einer Schulterhöhe von zirka 50 bis 70 Zentimetern erreicht die größte europäische Katzenart ungefähr die Größe und auch das Gewicht eines Schäferhunds. Auffällig sind die im Vergleich zu den Körperproportionen sehr langen Beine und der kurze Stummelschwanz sowie die in pinselartigen Haarbüscheln auslaufenden Ohren. Das Fell ist im Sommer rötlichbraun und mit mehr oder weniger deutlichen Flecken und im Winter eher einfarbig grau. Das Winterfell des Luchses gehört zu den dichtesten Fellen im Tierreich. Nach Katzenart werden die Krallen beim Gehen eingezogen. Trittsiegel des Luchses sind deshalb relativ gut daran zu erkennen, dass Krallenabdrücke fehlen.

Luchse sind als Einzelgänger unterwegs und jagen ihre Beute vorrangig als Lauerjäger.

Die Tiere leben in großen, strukturreichen möglichst störungsarmen Wäldern. Dabei frequentieren sie auf ihren vorwiegend nächtlichen Streifzügen aber durchaus auch Offenland und Siedlungsrandbereiche. Die Luchsreviere können in Abhängigkeit von der Verfügbarkeit von Beutetieren bis zu mehreren hundert Quadratkilometern groß sein. Das ursprüngliche Verbreitungsgebiet erstreckte sich ehemals von den Pyrenäen bis nach Ostsibirien. In Westeuropa einschließlich des gesamten deutschsprachigen Raumes wurde der Luchs zwischen 1800 und 1900 fast ausgerottet. In Nord-, Ost und Südosteuropa sowie in seinem asiatischen Teil konnte die Art bisher überleben.

Gegenwärtig bemühen sich Niedersachsen und Sachsen-Anhalt, den Luchs im Harz wieder anzusiedeln.

Gegenwärtig gibt es in Brandenburg keine gesicherten Nachweise auf das Vorkommen von freilebenden wilden Luchsen. Angebliche Augenzeugenberichte erwiesen sich bislang als Erzählungen über ein Phantom.”

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